Verzicht auf Facebook

Liebe Frau H. – ich verzichte. Für (vorerst) einen Monat verzichte ich auf Facebook. Ich will wissen, ob ich es vermisse – und vor allem, was daran. Klar ist, das Ding frisst Zeit. Zeit, die ich eigentlich anders nutzen will. Lustig ist’s ja schon – aber nicht nötig.

Bin ich am Ende schon „süchtig“? Leicht, mittel oder schwer? Facebooken Sie schon oder leben Sie noch? Guten Freunden gibt man eine Statusmeldung? Facebook – Sie baden gerade ihr Hirn darin? Ich fühl mich schön mit Facebook? Der Tag geht, Facebook kommt? Morgens halb zehn im Facebook? Ich und mein Facebook? Nur wo Facebook draufsteht ist auch Facebook drin? Facebook – verleiht Flügel? Alles Facebook oder was?

Nun, heute am frühen Abend habe ich meine vorerst letzte Statusmeldung plaziert. Ich wüsste ja zu gerne, ob und was für Reaktionen noch darauf eingetroffen sind. Aber ich darf ja jetzt nicht mehr rein. Mist. Könntest du ächt auf meiner Seite…? Vergessen wir’s, ich brauchs ja nicht. Lässt mich ja total kalt. Aber wie es wohl Frau C.F. aus B. in B. und Z. geht – ob sie wohl noch immer schlecht gelaunt ist? Und warum wohl? Oder ob mein fleissigster Kommentierer sich erneut provozieren liess von meiner letzten Antwort? Wer wohl schon wieder neue Freunde hat und wer grad was macht? Hmmmmmm. Hätte ich vermutlich rausgefunden, über Facebook. Echt. Aber eben.

Also, ich notiere: Tag Null und es zipperlt schon. Ist es Neugier? Dabei sein? Kontrolle haben? Bescheid wissen? Image gezielt mit Meldungen pflegen? Über sieben Ecken Botschaften loswerden? Was ist es? Wir werden sehen….

Um dich hier nicht mit meinen Facebook-(Entzugs)-Erscheinungen zu belästigen, gibts dazu einen neuen Blog: www.verzicht.wordpress.com. So einfach geht das…