Ostern downtown

Liebe Frau H. – es ist herrlich. Seit Tagen zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite. Mit jedem Sonnenstrahl und jedem Grad an Temperaturerhöhung steigt die Laune. Und als Geschenk gibts obendrauf auch noch Ostern. Sprich, vier freie Tage. Statt in den Bergen mit 25’000 Skihäschen auf den letzten Resten Schnee (man beachte: am Morgen zu eisig, am Mittag zu matschig, am Nachmittag unfahrbar) herumzurutschen, haben wir uns entschlossen, Ostern in der Stadt zu verbringen.

Wir haben für Herrn M. ein Stadtvelo gekauft und machen seither die Stadt auf (je) zwei Rädern unsicher. Ich habe mein Buch (Staub im Paradies) fertiggelesen und bedaure zutiefst, dass der Autor keine weiteren Bücher mehr schreiben wird. Ich habe so viel geschlafen, dass ich nun wirklich nicht mehr behaupten kann, an seniler Bettflucht zu leiden. Wir haben im besten Pfannkuchenrestaurant der Stadt zweimal ausgiebig gefrühstückt – und mit ausgiebig meine ich ausgiebig. Wir sind am Zürisee entlang geradelt (klingeln statt hupen geht in Ordnung…) und haben mit herrlichem Blick auf See und Berge feinst gespiesen. Ich habe Wäsche gewaschen und die Wohnung mehr oder weniger einhändig geputzt. Wir haben Freunde zum Osterbrunch besucht und ich fand sogar die Kinder dort ganz ok (sie haben meine Zeichnung bewundert und hey, ich zeichne nicht gut…). Heute haben wir – wie du siehst – den Balkon eingeweiht und ich habe mir einen leichten Sonnenbrand eingefangen. Die Pflanzen spriessen und Zürich wird grün (siehe Innenhof). Und last but not least: ich habe vier Tage lang NICHT gearbeitet.

Und obwohl der Lift defekt ist (und die schweren, eingetopften Pflanzen für den Balkon weiterhin im Auto von Herrn M. nächtigen) und der Hauseingang auf eine wilde Drogennacht hinweist (blutiger Boden, gebrauchte Spritzen und allerlei Zubehör. Hallo Stadt. Hallo Kreis 4.) waren diese Ostern einfach prima. Und das ist gut so. Denn es tut gut, wenn es gut ist. So oder so.

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PS. Bei der ganzen Ostersause haben wir aber nicht vergessen, dir für heute die Daumen zu drücken und freuen uns, jetzt auch noch eine Tauchlehrerin unter unseren Freunden zu wissen (du hast das Ding ja wohl gerockt, oder?).

One thought

  1. Liebste Frau W.

    Herzlichen Dank für die freundlichen Hasi-Gedanken und Bibi-Daumendrück.
    Hat gewirkt…. uffffff!

    Erleichtert, erlöst, zufrieden und ‚a bissl‘ stolz.
    Für die ersten 10 Tauchschüler, welche Du mir organisierst, gibt’s Provision.

    Deal? 😉

    Freue mich auf weitere Frühlings-Schnupper-Zürich-Geschichten-nach-Ostern.

    Bis bald!

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