Pfannkuchen

Liebe Frau H. – habe ich dir schon von unserem neuen Lieblings-Brunchlokal erzählt? Ich werde dir jetzt multimedial den Speck durch den Mund ziehen. Im Wissen, dass deine lokalen Möglichkeiten beschränkt sind und du mich jetzt eine selten doofe Kuh findest. Tröstend mag sein, dass Vorfreude ja bekanntlich eine der schönsten Freuden ist…

Also, dieses Lokal. Das  heisst „Gasthaus zum guten Glück“. Der Name ist Programm, denn dieses Lokal macht glücklich. Es gibt dort Pfannkuchen. Nicht einfach Pfannkuchen – die besten Pfannkuchen wohlgemerkt! Da sind Pfannkuchen mit Puderzucker oder Lachs, Ahornsirup, Tomaten, Nutella, Käse und noch tausend Sachen mehr…  Es gibt quasi Pfannkuchenfrühstücke, Pfannkuchensnacks, Pfannkuchenmahlzeiten, Pfannkuchenzvieris und Pfannkuchenpausen. Pfannkuchen, soweit das Auge reicht.

Sonntag ist also neu Pfannkuchentag. Schon die Vorfreude ist eine Sache für sich. Wir schwingen uns sabbernd auf die Velos, flitzen an allen anderen Brunchlokalen vorbei und stürzen rein ins gute Glück. Ran an den Tisch oder noch besser: direkt ran an die Theke zum bestellen.

Ich gebe zu – ich bin da recht langweillig und bevorzuge die gute, alte und kindheitserinnerungsträchtige Variante mit Puderzucker. Finito. Der Teller mit der Köstlichkeit steht dann nach einer gefühlten Ewigkeit vor mir, Geduld war noch nie mein Ding…

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Hallo Pfannkuchen. Hallo Esserin. Wir mustern uns kurz – dann übernehme ich die Initiative. Pfannkuchen einmal falten. Prüfender Blick. Messer. Gabel. Und los gehts. Der erste Biss ist herrlich. Weich, warm, süss. Kau-kau-kau. Nächstes Stück. Immer noch weich, warm süss. Kau-kau-kau. Zufriedener Seufzer. Dazwischen der obligate Schluck Cola-light (einziger Mangel: keine Cola zero).

Ich bin glücklich. So wenig braucht es manchmal. Danke, Herr Pfannkuchen!

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