Vierzig!

Liebe Frau H. – es ist wieder einmal soweit. Einmal mehr überschreitet einer die Grenze. Sprich, ein weiterer Mensch in meinem nahen Umfeld wird 40. Ja, richtig: V-i-e-r-z-i-g. Ich habe vierzigjährige Freunde. So ist das nun mal mit Ende-Mitte-Dreissig.

20 ist ü-Jung. 30 ist Erwachsen. Und 40? 40 ist Über-Erwachsen.

Vierzigjährige werden von Jugendlichen gesiezt. Sie kriegen Krähenfüsse. Die Hüfte zwickt zum ersten Mal. Graue Haare werden nicht mehr einzeln mit der Pinzette ausgezupft – sie werden schlicht und einfach akzeptiert (oder überfärbt). Die erste Tagescreme für reife Haut findet den Weg ins Regal. Vierzigjährige widmen sich durchaus auch einmal dem Pensionskassenauszug. Ein kleines Mittagsschläfchen ab und an darf nun auch sein. Der Vitaminpillenverbrauch steigt markant an. Die ersten Sabbaticals werden geplant. Tagebuch geführt. Die flippige Brille durch ein seriöses Gestell ausgetauscht. Die ü-40-Party-Flyer werden nicht mehr einfach achtlos weggeworfen. Zwanzig Jahre zurückliegende Fernsehmelodien werden lauthals und auswendig mitgesungen. Ein gehaltvoller Rotwein ersetzt den Caipirinha.

Und zum vierzigsten Geburtstag erhält man lustige und visuell auf jung getrimmte Geschenke, wie zum Beispiel einen selber gebastelten Gutschein für einen Abend auf dem Oldie-Schiff auf dem Zürichsee. So ist das nun mal.

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One thought

  1. Gute Sache! Macht Sinn.
    Nur:
    Was passiert eigentlich nach 40?
    Werden Leute heutzutage 50?
    Oder wie ist das so?
    Was ist am anderen Ende des Tunnels?

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