Wünschen und träumen

Liebe Frau H. – du verwirklichst soeben einen Traum. Das wünschen sich viele – und träumen doch nur davon. Der inneren Freiheit, einen Traum zu verwirklichen geht voraus, dass man den Bauch über den Kopf siegen lässt. Denn der Kopf findet immer, immer, immer einen Grund, sich gegen den Traum zu entscheiden. Obwohl man sich wünscht, dass das nicht so ist.

Was war zuerst? Der Wunsch oder der Traum? Das könnte so eine Huhn-Ei-Geschichte werden. Eigentlich ist aber genau das egal. Es ist total egal. Es braucht keine philosophischen Ergüsse, um etwas zu erklären, dass eigentlich überhaupt nicht erklärt werden muss. Menschen haben Träume und Wünsche. Und je nachdem, wo sie im Leben gerade stehen, wird aus einem Traum Realität oder er bleibt ewig ein Wunsch. Wir können unmöglich alle unsere Träume und Wünsche erfüllen. Aber es ist schön, sie zu haben.

Und dann gibt es Momente im Leben, diese seltenen aber wundervollen Momente, in denen man genau an der richtigen Stelle steht, um den Mut zu finden, eine Entscheidung zu treffen. Nicht gegen andere, wie es so oft missverstanden wird – sondern für sich und nur für sich. Und diese Entscheidungen sind die Besten im Leben.

Natürlich gibt es auch andere, weniger heroische und stimmige Gründe, sich für etwas zu entscheiden, als einen Traum zu verwirklichen. Aber die lassen wir jetzt mal schön weg – mir gefällt die Traum und Wunsch-Geschichte viel besser und ich wünsche mir, dass ich immer fähig sein werde, zu träumen. Denn genau das macht das Leben (unter anderem) so lebenswert.

Dir, liebe Frau H., wünsche ich bei der Erfüllung deines Traumes, dass du ihn ein kleines Bisschen für uns alle hier lebst und es dir so richtig gut geht dabei! Good luck!

Es grüsst herzlich
Frau W.