Läik ä Sätelläit

Mal ganz im Ernst. Diese Stimme beleidigt mein Ohr. Ich finde auch mit viel gutem Willen keine Melodie, keinen Charakter, keine Kraft in dieser Stimme. So härzig, forsch und frisch dieses Casting-Fräulein auch sein mag – sie fällt bei mir durch. Das vorwitzig-selbstbewusste Verhalten wird so demonstrativ zur Show getragen, dass man ihr dieses einfach nicht abnehmen kann. Ihre gezielt eingesetzte englische Aussprache tut ihren Dienst – sie polarisiert. Man redet darüber. Läik ei Sätelläit. Der Song an sich hat Trällerpotential, geht beim Durchschnittsbürger sicher gut durch und bleibt im Ohr. Der Mut, sich in diesem jungen Alter einer solchen Herausforderung zu stellen, verdient gerechterweise Respekt. Die ganze Geschichte zeigt aber primär, wie brilliant sich die Marke Raab einzusetzen weiss – einmal mehr eine beachtliche Leistung. Raab hat Lena geschaffen und gnadenlos bis zum grossen Ziel getrieben. Perfekt. Drum – verpackt als Ganzes stimmt das Paket irgendwie wieder. Der Raab, äh, das Fräulein hat den Sieg verdient, ich mag ihn ihr gönnen. Aber das Fräulein selber mit ihrer Stimme, nein, es kann meine Begeisterung nicht wecken. Äi dount läik hör böt sche dount cäär…