TwiNas-Treffen Februar 2013

„Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück.“

Bereits zum dritten Mal sind die Twitternasen zusammen gekommen, um den Mitmenschen ein Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern. Von der Frisch- und Schnuppernase bis hin zur Twitternase erster Stunde fanden sich am Samstag, 2. Februar 2013 junge und junggebliebene Menschen für ein gemeinsames positives Erlebnis auf dem Paradeplatz in Zürich ein. Zu Fuss und mit dem Tram zogen die Twitternasen ihre Runde durch die Stadt, besuchten eine Apotheke und eine Buchhandlung, kamen am See mit Touristen ins Gespräch, verschenkten blaue Schaumgumminasen an Kinder und Erwachsene und liessen das Treffen im Twitternasen-Stammlokal (der BarBasso beim City-Hallenbad) beim gemütlichen Austausch ausklingen.

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Was braucht es eigentlich, um mitten in der Stadt eine blaue Schaumgumminase aufzusetzen und zwei Stunden durch Zürich zu streifen? Was sind das für Leute? Was soll das? Ist das nicht ein bisschen lächerlich? Was steckt dahinter? Schön peinlich, als Erwachsener so eine Nase aufzusetzen. Wo ist der Haken? So und ähnlich reagieren viele Leute im Umfeld, wenn sie von den Twitternasen hören oder lesen. Dabei ist es so einfach. Denn es geht nur um ein Lächeln. Es gibt weder eine zu erfüllende Erwartungshaltung, noch verpflichtet man sich zu etwas. Es gibt keine Ziele zu erreichen und die Reaktionen werden weder gezählt noch bewertet. Mag sein, dass die Einfachheit der Sache so manchen Zeitgenossen überfordert.

Ich trage meine blaue Schaumgumminase jeweils mit Stolz und nein, es ist mir nicht peinlich. Sie fällt in dem ganzen Gewirr des samstäglichen Stadtlebens auf und bindet die Aufmerksamkeit der Menschen für einen kurzen Moment. Sie legitimiert auf eine gute Art und Weise, einem fremden Menschen länger als einen Sekundenbruchteil in die Augen zu sehen, ihn anzulächeln und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Um ihm am Ende gar eine blaue Nase zu schenken, die er sogleich mit einem breitem Lächeln aufsetzt.

Echte Lächeln können nicht erzwungen werden, denn sie kommen direkt aus dem Herzen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass diese einfache blaue Schaumgumminase Schranken abbaut und den Weg zu einem Lächeln ebnet. Wie oft hetzt man durch die Stadt, achtet sich nicht auf die Mitmenschen und lächelt schon gar niemanden an. Wie oft ist man misstrauisch, wenn ein fremder Mensch auf einem zugeht. Wenn eine einfache blaue Schaumgumminase hilft, damit die Menschen kurz inne halten und sich dem Wohltuenden eines einfachen Lächelns bewusst werden – was soll daran dann bitte seltsam sein? Wenn es an diesen Nachmittagen Menschen gibt, denen das Lächeln und der unverbindliche Kontakt gut getan hat, dann bin ich mehr als zufrieden.

Wer Lust hat, dieses Erlebnis zu teilen kommt einfach an das nächste Treffen und überzeugt sich selber. Es findet am Samstag, 6. April statt. Bitte meldet euch aber an, damit wir genug Schaumgumminasen dabei haben: Über die Facebook-Gruppe Twitternasen über Twitter @twn_zh oder per E-Mail an info at frau-w.ch.

Wundervolle Fotos vom Februar-Treffen gibt es übrigens bei Mike Flam und einen tollen Blogbeitrag bei Dietmar Bachmann. Und bald schon soll auch ein Zeitungsartikel erscheinen – wir freuen uns darauf und berichten bestimmt darüber.