Tag 1 der #Tweloreise

Ich sitze am zweiten Tag meiner #Tweloreise auf der Hotelterrasse in Davos, geniesse ein kühles Bier und blicke auf die letzten zwei Tage zurück.  Mein Abenteuer ist erst gestern gestartet. Und doch habe ich schon so viel erlebt, dass ich damit eigentlich mehr als zwei Tage füllen könnte. Hier nun der Rückblick auf Tag 1…

Nachdem alles verpackt und das Bike für den Start bereit war, musste ich mich noch für eine Fahrtrichtung entscheiden. Fahre ich nach Chur und weiter nach Bad Ragaz, ins Engadin oder nach Davos? Links oder rechts? Noch als mein Bike und ich die ersten Meter rollten, wusste ich es nicht. Ich kam also bereits nach wenigen Metern das erste Mal in Resonanz mit dem Thema „Planung versus Spontaneität „. Ein tolles Gefühl und gleichzeitig irgendwie seltsam.

Mir blieb aber keine Zeit (anhalten hatte ich mir untersagt) und dann bog ich auch schon ab Richtung Tiefencastel und sauste die Strasse hinunter. Ab ins Engadin! Im Bewusstsein, dass die ganze Strecke dann trotz Training und gutem Willen zu viel wäre, nutzte ich für den gröbsten Teil den Zug. Eine freundliche Zugbegleiterin half mir, mein Bike samt Taschen in den Gepäckwagen zu hieven und kurz darauf genoss ich die Zugfahrt. Übrigens eine empfehlenswerte Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft. Die Strecke ist Teil des UNESCO Welterbes Rhätische Bahn Albula/Bernina. Hammer!

In St. Moritz angekommen dann das gleiche Spiel. Fahre ich links Richtung Zuoz oder rechts Richtung Maloja. In einem Sekundenbruchteil entschied ich mich für Zuoz und fuhr los. Die Route ist Teil des Inn-Radwegs und wunderschön, gut ausgeschildert und nicht sehr anspruchsvoll – was für den ersten Tag aber ganz OK war. Hoch über Zuoz war dann von weit her das Hotel Castell sichtbar. Dieser Anblick brachte mich in Versuchung, mein Reisebudget zu strapazieren und mich zumindest einmal nach den Preisen zu erkundigen. Gesagt, getan.  In Zuoz suchte ich das Tourismusbüro von Engadin St. Moritz auf und die freundliche Dame beriet mich und bot mir an, sich im Hotel Castell nach den aktuellen Konditionen zu erkundigen. Diese überzeugten mich dann genau so wie die erstklassige Beratung im Tourismusbüro. Erstaunlich aber sehr positiv zu erwähnen ist, dass man im  Hotel Castell als Alleinreisende nicht bestraft wird. Oft ist es ja umgekehrt, doch hier bekommt man bei Verfügbarkeit 30% Reduktion und der Preis war schlussendlich weit entfernt von den üblichen Listenpreisen. Das finde ich grossartig.

Damit meine Beine doch noch ein bisschen mehr Arbeit bekamen, schlug ich das Angebot des Hotelbus-Transportes aus und nahm den Aufstieg zum Hotel in Angriff. Keuchend aber zufrieden kam ich schlussendlich an und wurde auch in meinem verschwitzten Zustand nett und zuvorkommend empfangen. Das Hotel verfügt über einen Bike-Raum, so dass ich mein Bike sicher unterbringen konnte. Die Aussicht aus dem Zimmer war herrlich – mit Blick weit ins Tal, links und rechts die wunderschönen Engadiner Berge.

Frisch geduscht fand ich auf dem Smartphone eine SMS meiner Eltern vor. Eigentlich im Tessin in den Ferien machten sie, unwissend von meiner Route, einen Ausflug ins Engadin und befanden sich ganz in der Nähe. Kurze Zeit später sassen wir im Hotel Castell auf der Terrasse und freuten uns über das spontane Zusammenkommen. Ebenso spontan kontaktierte ich meine ehemalige Chefin Ariane, welche nun bei Engadin St. Moritz wundervolle Arbeit leistet – ihre Handschrift war für mich bereits im Tourismusbüro spürbar. Zu meiner grossen Freude kam ein Treffen zu Stande und wir verbrachten eine sehr schöne Zeit.

Erfüllt vom guten Start der #Tweloreise, den tollen Begegnungen und mit einem letzten Blick auf die wunderschönen Berge fiel ich schlussendlich ins Bett und tauchte (für einmal ohne Schafe zu zählen) in einen tiefen und erholsamen Bergschlaf ein. Buna notg!

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