Die Tage 7 und 8 der #Tweloreise

Tag 7 startete mit Sonnenschein. Mein Ziel für diesen Tag war klar: Ab zur #zvilla nach Rapperswil. Die #zvilla ist eine buntgemischte WG mit offenen, unkomplizierten und gastfreundlichen Menschen. Und W-Lan (pro Stockwerk – wenn schon, denn schon!). Wie so oft die letzten Tage kam das Treffen über Twitter zu Stande. Soll mal noch einer sagen, Social Media sei nur Media und nicht Social.

Doch zurück zum Tagesanfang. Nach einem kurzen Blick auf die wirklich verrückten Biker beim Bike Attack ging es los. Den Walensee schenkte ich mir dann mit dem Zug, was mir ein paar neue blaue Flecken bescherte. Denn es ist so: Es gibt ebenerdige Bahnwagen und es gibt Bahnwagen, bei denen man das Bike durch den normalen (mit Gepäcktaschen auf dem Bike doch recht engen) Eingang die Treppe hoch bugsieren muss. Das geht nun mal nicht ohne blaue Flecken. Zumindest bei mir nicht.

Nachdem mich der Zug wieder ausgespuckt hatte, radelte ich gegen den Wind aber mit guter Laune Richtung Zürichsee. Erneut genoss ich die Perspektive vom Bike aus und entdeckte viele schöne und spannende Flecken. Ich winkte ein paar Steh-Padlern auf dem Linth-Kanal zu, beobachtete Segelflugzeuge, liess die Gedanken fliessen und  schon lag der Zürichsee vor mir. Auf einer Bank direkt am See machte ich Pause, liess die Seele baumeln und freute mich auf den Abend.

Als ich in Rapperswil eintraf, lag das Seenachtsfest in den letzten Zügen. Ich noch nicht – und so schlenderte ich noch etwas durch die Gassen und besorgte ein Dessert für den Abend. Trotz limitiertem Gepäck bei der #Tweloreise wollte ich nicht mit leeren Händen eintrudeln. In der #zvilla wurde ich von @samsteiner @jeduta @nici1879 und @borisbaldinger warmherzig empfangen und genoss erst einmal eine erfrischende Dusche.

Inzwischen wurde aus dem #Tweloreisen-Besuch ein Twetup (ein Treffen von Twittern), so dass nach und nach immer mehr Leute eintrafen. So zum Beispiel @marcelwidmer , @kiiwich, @bindermichi, @billy79  und @mike_flam.  Wer hätte gedacht, dass ich @TabithaForrer von @SwissHeidiland so schnell wieder sehe – sie wohnt in der #zvilla und kam mit @Andres_Marques etwas später dazu.  Ebenso gesellte sich dann noch @reitsch dazu, eine weitere WG-Bewohnerin, die an diesem Abend sogar einen Twitter-Account geschenkt bekam. Auf der Dachterrasse genossen wir dann einen schönen, lauen Abend. Es wurde gegrillt, geredet, getrunken, getwittert und mit Cadon, dem jüngsten WG-Bewohner, Bodenmalereien angefertigt: Flugzeuge aus Vogelperspektive und blaue Giraffen mit viel Interpretations-Spielraum. Irgendwann sank ich dann müde und zufrieden ins Bett – und schlief tief und fest dem nächsten Reisetag entgegen.

image

Am Vormittag von Tag 8 fuhr ich mit dem Zug nach Einsiedeln – eine wunderschöne Fahrt! In Einsiedeln fuhr ich dann mit dem Bike erst einmal ein bisschen im Kreis und dann zum berühmten Kloster. Ich vermute, dass dieser Platz beim Kloster eine der höchsten Bäckereien-Dichte der Schweiz vorweisen kann. Gut für mich – ich deckte mich mit einem Sandwich ein und fuhr los, grobe Richtung Ägerisee/Zug. Die Velofahrt nach Biberbrugg hätte ich mir allerdings sparen können, die offizielle Veloroute führt der Schnellstrasse entlang, was keinerlei Reiz hat. Danach wurde es dafür richtig schön. Und es ging bergauf. Relativ lange. Irgendwann sah ich auch keine offizielle Velorouten-Beschilderung mehr, was mir aber egal war. Ich liebe es, mit dem Bike Pass-Strassen zu fahren. Vermutlich verbirgt sich in mir eine heimliche Rennvelofahrerin.

Auf dem höchsten Punkt verriet mir ein Schild, dass ich mich auf dem „Raten“ befinde. Ein schönes Fleckchen Schweiz! Die Abfahrt war kühl und ich war froh um meine Windstopper-Jacke. Am Ägerisee setzte ich mich auf eine Bank, genoss das Sandwich und beobachtete die Enten. Enten beobachten kann wundervoll entschleunigend sein. Nach der Pause fuhr ich via Höllgrotten nach Zug – eine sehr schöne Fahrt. Einen Teil der Veloroute bei Zug kannte ich von meinen Übungsrunden, danach bog ich Richtung Cham ab und wähnte mich schon fast am Ziel. Aus unerfindlichen Gründen drehte ich jedoch ein paar seltsame Runden, keuchte bei Steinhausen einen Hang hoch um etwas später wieder am fast gleichen Ort durchzufahren. Verflixt. Google Maps half mir und irgendwann hatte ich es geschafft und traf beim Hotel SwissEver in Cham ein.

Nach einer kurzen Dusche schlenderte ich zu @manuelakaech, welche nahe des Hotels wohnt. Von dort aus fuhren wir zum Abendessen nach Zug, wo wir @mblutzi trafen und einen tollen Girls-Abend verbrachten. Da ich, wie so oft auf der #Tweloreise, unbändige Lust auf Spaghetti hatte, bestellte ich einfach zweimal den Kinderteller. Und pro Teller ein Bier. So geht das. Nach einem Schlummertrunk vor dem Hotel schlief ich dann auch ziemlich schnell und zufrieden mit dem Tag und meinen Erlebnissen ein.

image

Kommentare sind geschlossen.