Frau W.’s #Tweloreise Tipps & Tricks Teil 1: Ausrüstung

Falls ihr Lust auf eine eigene #Tweloreise bekommen habt, hier einige Tipps & Tricks. Sie basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und stellen lediglich Empfehlungen dar. Die passende Ausrüstung und Planung muss immer auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden. Ich gliedere die Tipps & Tricks in drei Teile, bzw. Blogposts.

1. Ausrüstung (Bike, Material, Packliste)
2. Planung (Möglichkeiten für die Streckenplanung/Karten/Velowege sowie die Social Media-Begleitung)
3. Unterwegs (Hotels, öffentliche Verkehrsmittel, Verpflegung, Diverses)

Da die Ausrüstung teilweise ergänzt und geändert werden muss, benötigt dies genug Zeit – daher starte ich damit. Natürlich muss man bereits vorher eine grobe Vorstellung der Reise haben. Ich wusste, dass ich alleine unterwegs bin, die Etappenziele kurzfristig festlege und in Hotels übernachte. Die Dauer der Reise hatte ich offengelassen und rechnete mit 5-15 Tagen.

Hier nun meine Ausrüstung und Packliste für die #Tweloreise:

Bike und Bike-Ausrüstung

  • Das Bike selber, natürlich. Wichtig ist, dass ihr das Bike kennt und euch darauf wohl fühlt. Nach Wunsch können kleine Veränderungen vorgenommen werden, z.B. Pneus mit einem anderen Profil. Ich empfehle euch aber z.B. keinen Wechsel des Sattels oder grössere Veränderungen beim Lenker kurz vor der Reise. Ich war mit meinem Fully unterwegs und das ging prima. Während der Reise habe ich von Wechselpedalen zu Flat-Pedalen gewechselt, was eine sehr gute Entscheidung war. Idealerweise lasst ihr euch vom Bikehändler eures Vertrauens beraten.
  • Es gibt viele verschiedene Gepäckträger. Lasst euch gezielt für euer Bike beraten. Ich habe mich für mein Fully für einen Hinterrad-Träger entschieden, der mitfedert und leicht montiert/demontiert werden kann. Er hätte bis zu 20 kg Gewicht tragen können, bei mir waren es nur 12 kg. Ich hätte auch noch eine Tasche oben auf dem Mittelteil anbringen können, was ich aber nicht benötigte (bei Leuten, die mit dem Zelt unterwegs sind würde dieser Platz sicher benötigt). Nachteil war, dass ich nicht mit den Klickies fahren konnte, weil ich sonst mit den Schuhen dauernd die Taschen berührt hätte. Ich war nur mit Hinterradtaschen unterwegs, es gibt auch noch die Option von Vorderradtaschen, was mir aber bezüglich Lenkung nicht angenehm erschien. Auch bei den Gepäcktaschen lohnt sich eine gute Anschaffung. Ich habe mich für Taschen von Ortlieb entschieden. Wasserdicht, stabil, superleicht bedienbares System am Gepäckträger.
  • Je ein flexibel montierbares Vorder- und Rücklicht
  • Ein gutes Schloss für das Bike mit hoher Sicherheitsklassierung. Hier lohnt es sich, das zusätzliche Gewicht in Kauf zu nehmen – ohne Bike geht nämlich gar nichts mehr. Zudem habe ich die Gepäcktaschen mit einem dünnen Kabelschloss am Gepäckträger gesichert, damit sie nicht ruckzuck weggeschnappt werden können, wenn ich einmal kurz einkaufen war.
  • Ein Reparatur-Set für die wichtigsten Reparaturen. Ich habe vor der Biketour u.a. geübt, wie ich einen Schlauch wechsle und die Kette wieder einhänge. Reparaturen wie einen Kettenriss oder Defekte bei der Schaltung vorzunehmen hätte ich mir jedoch nicht zugetraut. Trotzdem hatte ich entsprechendes Werkzeug dabei – es gibt immer wieder nette Menschen, die einem helfen. Im Set befand sich u.a. ein Multifunktions-Werkzeug, ein Ersatzschlauch, eine CO2-Pumpe mit Zusatzpatrone, Kabelbinder und Plastikhandschuhe. Zudem hatte ich eine kleine Handpumpe dabei.
  • Für die Reise habe ich mir einen Getränkebidon mit 1l-Fassungsvermögen besorgt. Dieser passt in den normalen Getränkebidonhalter. Bei langen Strecken hatte ich im Rucksack ein weiteres Getränk dabei, da ich auf zusätzliche Halterungen direkt am Bike verzichtet habe. Wer mag nutzt auch ein Camelbak-System.
  • Da ich neben Papierkarten auch auf digitale Karten/GPS & Co. setzte (Runtastic, SchweizMobil, Google-Maps…), habe ich für mein iPhone am Lenker eine abnehmbare iPhone-Halterung montiert. Die Hülle ist wasserdicht, das iPhone neigt aber bei langer Sonneneinstrahlung zur Überhitzung. Es gäbe auch noch Dynamo-Akkus für die direkte Stromversorgung, darauf habe ich aber verzichtet.

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Kleider und Schuhe

Getragen habe ich jeweils:

  • Eine gute Bikehose. Je nach Vorliebe gibt es hier viele Möglichkeiten. Ich trug eine lockere 3/4-Hose mit zugehöriger Bike-Unterhose.
  • Bikeshirt (mit kurzen Armen)
  • Funktionsunterhemd (empfiehlt sich unbedingt – es gibt verschiedene Modelle, lasst euch beraten)
  • Sport-BH
  • Bike-Socken
  • Gute Schuhe sind wichtig – ihr müsst damit gut fahren aber auch gut laufen können. Falls ihr mit Klickies fahrt darauf achten, dass die Klickies im Schuh versenkt sind.
  • Bikehandschuhe – ich trug die kurze Variante, für kalte Tage hatte ich dünne Seidenhandschuhe zum drunterziehen dabei.
  • Eine gute Sport-Sonnenbrille, welche die Augenpartie gut schützt
  • Einen gut sitzenden Helm. Beratung empfiehlt sich, ebenso ein Wechsel alle paar Jahre. Und tragt den Helm immer – auch bergauf. Wer mag, kann unter dem Helm auch ein Bandana tragen. Für kalte Zeiten gäbe es auch noch Ohrwärmer, welche direkt am Helm montiert werden können.

Da ich auf dem Bike immer einen kleinen Bike-Rucksack trage, habe ich dies auch auf der #Tweloreise getan. Im Rucksack und einer kleinen Lenkertasche hatte ich neben persönlichen Dingen wie Portemonnaie, Taschentuch, Notfallset, Riegel/Powergel etc. auch folgendes Material immer griffbereit:

  • Einen leichten und klein zusammenfaltbaren Windstopper (dünne, windabweisende Jacke). Auch im Sommer für Abfahrten sehr zu empfehlen.
  • Armlinge / Beinlinge sind eine gute Sache und wenn es abkühlt schnell übergezogen
  • Ein Buff-Tuch – damit kann man sich auch einen Kopfschutz basteln…
  • Dünne Seidenhandschuhe. Die kann man auch prima für den Wintersport brauchen.

In den Gepäcktaschen hatte ich zudem dabei:

  • Regenzeug: Regenjacke, Regenhose, Helmregenschutz sowie Regensocken (die Schuhe werden nass, die Füsse bleiben trocken – geniale Sache) oder Überzieher für die Schuhe
  • Eine zweite Garnitur Bikeshirt und Bikehose
  • Ein leichtes Pyjama
  • Je zwei Garnituren Unterwäsche / Socken
  • Leichte Turnschuhe und auch sehr praktisch Flip-Flops
  • Eine Funktionsfreizeithose mit abnehmbaren Hosenbeinen
  • Eine leichte Funktions-Kaputzenjacke (ähnlich einem Faserpelz)
  • Zwei T-Shirts (schnell trocknendes Material)
  • Bikini/Badehose

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Hygiene und medizinische Versorgung

  • Mini-Flaschen mit Duschmittel und Shampoo (die meisten Hotels bieten das zwar an, die Qualität ist aber unterschiedlich)
  • Haarbürste und Haargummi
  • Sonnencreme und BodyLotion/AfterSun
  • Nagelfeile und Nagelschere (auf Nagellack kann man getrost verzichten, er würde eh ab dem ersten Tag splittern…)
  • Gesichtspflege nach persönlichem Bedarf
  • Zahnbürste und kleine Zahnpasta
  • Pinzette
  • Schnellrasierer und Ersatzklinge (für flotte Waden)
  • Wattenstäbchen / Wattenpads (wird in vielen Hotels nicht mehr angeboten)
  • Deo und wer mag auch ein kleines Eau de Toilette (Muster verlangen)
  • Augen-Schlafmaske / Ohrstöpsel (je nach Hotel Gold wert)
  • Nähzeug
  • Handwaschmittel – erst hatte ich kleine Seifenblättchen aus dem Outdoor-Laden dabei, damit war ich aber nicht zufrieden und wechselte auf ein übliches Handwaschmittel aus der Tube. Es empfiehlt sich, die Handwäsche von Anfang an einzuplanen – nur wenige Hotels bieten Waschservice innerhalb 12h an.
  • Sehr zu empfehlen, wenn es auch im ersten Moment seltsam wirkt: Sitzcreme! Ich hatte während der ganzen Reise keinerlei Probleme…
  • Ein schnell greifbares Notfallset mit Verbandszeug, Desinfektionsmittel/Salbe, Pflaster, Zeckenzange, Pinzette, Insektenstich-Stift, Kühlgel für stumpfe Verletzungen.. Ich habe ein handelsübliches kleines Notfallset gekauft und nach meinen Bedürfnissen ergänzt.
  • Medikamente/Vitamine/Nährstoffe für den eigenen Bedarf – unter anderem aber empfehle ich ein Schmerzmittel, Traubenzucker und ein Medikament gegen Durchfall. Für den erhöhten Bedarf habe ich mich mit Burgerstein Sport und zusätzlichem Magnesium eingedeckt.

Diverses Material

  • Ein gutes Schweizer Taschenmesser ist immer hilfreich…
  • Portemonnaie (neben Geld auch mit Ausweis, Halbtaxabo, Kreditkarte, Krankenversicherungskarte und Notfallkontaktkarte)
  • Papiertaschentücher und Feuchttüchlein
  • Kugelschreiber / Notizbüchlein / Post-it
  • Brille und Sonnenbrille mit Etui und Putztüchlein
  • Armbanduhr (trug ich aber nur am Abend)
  • Man soll den Teufel nicht an die Wand malen aber bei mir waren Trillerpfeiffe und Pfefferspray immer griffbereit. Fährt man durch abgelegene und unwegsame Gebiete ist zudem die Trillerpfeife nach einem Sturz hilfreich, um auf sich aufmerksam zu machen. Für gröbere Touren gibt es im Outdoor-Laden auch Leuchtstäbe.
  • Dünne Packbeutel- und Etuis in unterschiedlichen Grössen und Formen für eine bessere Übersicht und optimales Packen der Taschen. Es empfiehlt sich, das Packen im Vorfeld einmal durchzuspielen…
  • Eine kleinen Beutel für am Abend, quasi als Handtaschenersatz

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Für eine #Tweloreise natürlich ein must ist folgende Ausrüstung:

  • iPhone mit Schutzhülle und Lenkerhalterung
  • iPhone-Ladekabel/Stecker
  • Externer Akku (z.B. xtorm mit genug Leistung) mit Kabel
  • Laptop oder iPad mit Tastatur. Ich habe mich für mein MacBookAir entschieden und bin sehr gut damit gefahren. Wortwörtlich.
  • Da ich immer wieder mit Leuten ins Gespräch kam und sie nach meinem Blog fragten, habe ich bei Vistaprint im Vorfeld kleine Visitenkarten mit meiner Blogadresse herstellen lassen – das hat sich super bewährt.

Die Ausrüstung habe ich mir primär in Fachgeschäften wie Veloplus oder Transa besorgt, mir eine Liste erstellt und alles nach und nach abgestrichen.

Als nächste Blogbeiträge folgen:

2. Planung (Möglichkeiten für die Streckenplanung/Karten/Velowege sowie die Social Media-Begleitung)
3. Unterwegs (Hotels, öffentliche Verkehrsmittel, Verpflegung, Diverses)

Eine Zusammenfassung der drei Blogposts gibt es am Schluss dann auch als PDF.

Ich hoffe, ihr könnt den einen oder anderen Tipp für eure #Tweloreise nutzen – ich wünsche euch schon jetzt viel Spass.