Abfalleimer, kännsch?

Letzten Sonntag genoss ich wie so oft einen Spaziergang durch den alten botanischen Garten in Zürich. Diese grüne Oase mitten in der Stadt hat es mir angetan und ich bin oft auch zum Energie tanken dort. Die Anlage ist gut und nach meiner Einschätzung auch mit viel Herzblut gepflegt. Bei meinem Spaziergang fiel mir an diesem Tag jedoch der viele Abfall auf, welcher überall im Park verteilt lag. Flaschen, Büchsen, Plastikbehälter, Zigarettenschachteln. Einfach hingeworfen. Gedankenlos und dumm. Irgendwer räumts ja sicher weg. Oder auch nicht. Diese Grundhaltung und der fehlende Respekt machen mich sauer!

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Das Ding auf dem nächsten Foto ist ein Abfalleimer (notabene an besagtem Tatort). Auf Wikipedia ist diese unglaublich tolle Erfindung wie folgt beschrieben:

Ein Abfalleimer ist ein Behälter zum Sammeln und zur Aufbewahrung von Abfällen, bis diese endgültig entsorgt werden.

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Der Vorgang des «Abfall in den Abfalleimer werfen» ist einfach, kann im frühen Kindesalter erlernt und bis ins höchste Alter ausgeführt werden. Er bedarf keiner besonderen Begabung, ist aber durchaus an ein Mindestmass an Kinderstube und Verantwortungsbewusstsein geknüpft. Und es funktioniert. Ein Grossteil der Menschen beherrscht diesen Vorgang, führt ihn immer wieder aus und geht mit gutem Beispiel voran.

9 thoughts

  1. Die allgemein als „menschliche Umweltsau“ bekannte Spezies ist im zivilisierten mitteleuropäischen Raum heimisch. Das bevorzugte Habitat ist nicht selten eine öffentliche Parkanlage. Die Umweltsau ist enorm resistent gegen Ordnungshinweise und zeigt häufig wenig Sozialkompetenz. Die Umweltsau ist nur zu geringer Denkleistung fähig was auf eine sehr limitierte Gehirnleistung schließen lässt. Das selbständige Erkennen von Abfalleimern ist dieser Spezies, die sich zudem durch eine hohe Reproduktionsquote auszeichnet, Kraft des angeborenen unterentwickelten Sinns für die Schönheit kostbarere Naturgebiete praktisch nicht möglich.

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    1. Die gibt’s leider überall – ich bin gerade in Asien unterwegs und da wird auch in den Nationalpärken gerne mal alles achtlos in den nächsten Graben geschmissen. Ausserhalb ähnelt alles dann einer Müllkippe. Man hofft, wie Bettina das so schön gesagt hat, aufs aussterben.

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      1. Echt tragisch. Aber es ist ja auch total fies, wenn Plastikbehälter in hübscher Blumenform oder Flaschen mit Berg-Etiketten drauf hergestellt werden und so den armen Konsumenten verwirren 🙂

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    1. Das ist wohl so, obwohl (oder weil?) der Park Nachts geschlossen ist. Dieses «Phänomen» ist leider landauf, landab und quer durch alle möglichen Bevölkerungsschichten zu beobachten. Ich verstehs halt einfach nicht…

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