Storytelling mit #Vine

Geschichten sind ein fester Bestandteil unseres Lebens. Sie unterhalten uns, geben Orientierung, erfreuen oder ärgern uns, faszinieren, informieren, schweissen uns zusammen, ängstigen, verbinden uns, fesseln und machen uns neugierig. Mit Geschichten bauen wir soziale Verbindungen auf, versuchen zu erklären und zu verstehen. Im Laufe der Jahre hat sich die Art des Geschichtenerzählens verändert. Schriftlich formulierte Geschichten folgten auf mündliche Überlieferungen. Dann hielten medial erzählte Geschichten bei Radio, Film, Fernsehen und in der digitalen Welt Einzug. Im Zeitalter von Social Media hat das Geschichtenerzählen neuen Aufwind bekommen.

Geschichten wirken. Auch Unternehmen nutzen die Kraft des Geschichtenerzählens. Mittels «Storrytelling» sollen Inhalte verständlich und authentisch vermittelt werden, damit sie den Konsumenten besser in Erinnerung bleiben. Positive Emotionen sollen geweckt und entsprechende Werte spürbar gemacht werden. Dies ist beim kommunizieren von nüchternen Zahlen und Fakten oft schwierig. Storytelling wird also bewusst eingesetzt, um Sympathie und Interesse zu wecken und Botschaften attraktiv zu vermitteln. Je grösser die Reizüberflutung in der heutigen Zeit wird, umso mehr muss eine Geschichte gezielt die Aufmerksamkeit der gewünschten Empfänger erregen und die relevanten Inhalte kurz und knackig auf den Punkt bringen. «Digital Storytelling» verbindet Bild, Ton und Text zu einer multimedialen Geschichte. Beim «Transmedia Storytelling» werden Inhalte über mehrere Medien hinweg erzählt.

Und so lande ich beim Thema Geschichtenerzählen wieder bei Vine. Vine ist eine App, mit der Videos mit einer maximalen Länge von sechs Sekunden aufgenommen und über soziale Plattformen mit anderen geteilt werden können. Ich habe kürzlich darüber gebloggt und eine Anleitung zur Produktion der Kurzvideos erstellt. Bei Vine besteht die Kunst darin, eine Geschichte innerhalb dieser sechs Sekunden zu erzählen. Als ich mich näher mit der Thematik befasst habe, bin ich auf die Idee mit der «Sommeraktion #QuizVine» gekommen. Dort drehe ich Vine-Videos, in welchen ich einen Film-, Buch- oder Musiktitel oder auch ein Sprichwort symbolisch darstelle.

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Klar ist, dass man nicht den gesamten Handlungsstrang eines Kinofilmes oder eines Buches in sechs Sekunden erzählen kann. Darum reduziere ich die Geschichten auf einzelne Handlungen und verbinde diese möglichst stimmig miteinander. Oder ich arbeite mit Schlüsselszenen und natürlich auch mit Musik. Es geht darum, beim Zuschauer eine Erinnerung auszulösen. Er soll Zusammenhänge herstellen und die Kernbotschaft sofort verstehen können. Denkbar wäre auch der Einsatz von Text oder das einfügen von Sprechpassagen, auf diese Möglichkeiten habe ich bisher aber noch nicht zurückgegriffen. Bezüglich Musik ist bei Vine zu beachten, dass man die Videos nicht nachträglich vertonen kann und man die Hintergrundgeräusche oder Begleitmusik direkt bei der Aufnahme einplanen muss. Die Vine-Videos laufen zudem beim Abspielen im Loop. Wenn also ein Unternehmen mit Vine arbeiten will, muss man sich der Wirkung des Loops bewusst sein.

Auch wenn ich bei Vine auch andere Inhalte als Geschichten abbilde, macht Geschichten erzählen mit Vine echt Spass. Und nun… «what’s your story?»

Beispiel «Hänsel und Gretel» aus der Sommeraktion #QuizVine

 

3 thoughts

  1. So habe ich das bisher überhaupt noch nicht gesehen. Es ist sehr interessant und überraschend, was man mit einer kurzen Szene oder eben wenigen Worten doch für einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann.

    Ich habe mir den Blog abonniert, mich fasziniert das Thema.

    Weiterhin frohes und kreatives Schaffen und viele Grüße! 🌻

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