Snap to Beat… #Vine lebt!

Der Kurzvideo-Plattform Vine bin ich seit Frühjahr 2013 treu. Inzwischen wurde Vine mehrmals totgesagt und gerne immer wieder belächelt. Und ich? Ich machte einfach weiter meine Vines und bloggte verschiedentlich darüber. Unter anderem rief ich auch die Aktion #Quizvine ins Leben. Aus purer Freude und stets im Glauben daran, dass Vine (über-)lebt.

Hinweis: Sollen die Videos mit Musik abgespielt werden, einfach auf das Lautsprechersymbol unten rechts im Bild klicken…

Vine wurde 2012 gegründet und im gleichen Jahr von Twitter übernommen. Vine steht für «Video-Network» und ist eine kostenlose App, mit welcher Videos mit einer maximalen Länge von 6 Sekunden aufgenommen werden können. Beim Abspielen läuft das Video im Loop.

Vine funktioniert wie viele andere soziale Netzwerke auch – man folgt einander, kann liken, re-vinen und kommentieren/interagieren und nutzt bei den Begleittexten oder Kommentaren Hashtags. Und natürlich kann man sich auch Vines als Privat-Nachricht senden und die Kurzvideos auf seiner Website einbinden.

Vines können „Just-for-Fun“ oder auch für das Business genutzt werden. Zum Beispiel für kurze Werbespots, Imagefilme oder Ratgeber. Hier ist gutes Storytelling elementar. Entsprechend werden die Kurzvideos immer häufiger professionell konzipiert, produziert, nachbearbeitet und erst danach hochgeladen. Der Aufwand für ein wirklich gutes Vine ist hoch, schlägt sich aber ganz klar in der Qualität und Wirkung nieder.

Vine entwickelt sich stetig weiter. Ganz zu Beginn musste man die Videos direkt via App drehen. Hochladen von bestehendem Videomaterial oder nachträgliches Vertonen war damals nicht möglich. Im Laufe der Zeit wurden einige Anwendungen (zum Beispiel Vinyet) entwickelt, welche bei mir ergänzend zur Original-App zum Einsatz kamen. Ich nutze zudem auch oft Hyperlapse, um Zeitraffer-Videos zu verarbeiten.

Um am Ball zu bleiben, hat Vine stetig neue Funktionen entwickelt.

Neu kann man aus der eigenen Musikbibliothek passende Songs auswählen oder auf die „Featured-Tracks“ von Vine zugreifen. Bei Vines mit solch hinterlegten Songs, ist in der Smartphone-App rechts unter dem Video eine kleine Musiknote sichtbar. Klickt man darauf, wird der Musiktitel und Interpret angezeigt. So kann man gleich auch noch neue Musik entdecken. Was fehlt: Mit Klick auf den Musiktitel direkt zum Download auf iTunes gelangen. Nicht gelöst ist in meinen Augen nach wie vor die rechtliche Situation beim abspielen und publizieren von mit Musik hinterlegen Videos.

Eine weitere neue Funktion ist „Snap to Beat“, welche den perfekten Loop ohne störenden Übergang bei der Musik ermöglicht. Das aktivierte Feature stellt automatisch fest, wie lange die Tonspur für den perfekten Loop sein muss und schneidet Ton und Bild entsprechend zusammen.

Mehr zu den neuen Funktionen findet ihr auch auf dem hauseigenen Vine Blog

Mit solchen Neuerungen wird es immer einfacher, Vines zu produzieren. Das Handwerk wird simpler, ein gutes Vine ist auch für ungeübtere User ein Kinderspiel. Für mich verliert Vine damit etwas an seinem ursprünglichen Reiz. Allerdings ist eine solche Entwicklung völlig normal, sobald eine Plattform fürs Geld verdienen genutzt wird. Was auf jeden Fall bleibt, ist die Herausforderung für das 6-Sekunden-Storytelling bei entsprechenden Videos und der Spass am perfekten Loop.

Meine Begeisterung für Vine ist ungebrochen. Ihr findet mich dort natürlich unter Frau_W. Und wenn ihr euch meine Film-Quiz-Vines anschauen wollt, findet ihr die gesammelten Werke hier. Oder als Zusammenschnitt auf youtube.

Hier zudem eine kleine Auswahl meiner persönlichen Lieblings-Vine-Accounts:

  • Der deutsche Vine-Guru ist F.J. Baldus. In seiner Academy kann man das Vine-Handwerk übrigens auch richtig seriös erlernen. Zudem produziert er Auftrags-Vines für Firmen.
  • Zach King ist in Amerika durch Vine zum Superstar geworden und finanziert damit auch seinen Lebensunterhalt.
  • Tolle, oft auch gezeichnete Vines stellt xavieralopez her. Ich mag die Bildsprache mit ihren Akzenten.
  • Einfach coole Vines findet ihr bei Daniel Ojanlatva Seit einem seiner letzten Vines möchte ich unbedingt auch ein Lichtschwert besitzen…

Ich wünsche euch viel Spass mit Vine – bei Fragen, für ein Referat/Workshop oder auch für eine Nutzung von Synergien einfach über info at frau-w.ch melden.