Vine ist tot — lang lebe Vine!

Vine hat turbulente Zeiten hinter sich. Die Plattform für ultrakurze Loop-Videos wurde hochgejubelt, brachte zahlreiche Stars hervor, wurde totgesagt, dümpelte vor sich hin, versagte in Sachen Marketing und Community-Management, hatte trotzdem zahlreiche Anhänger, war dann nahezu tot und wird nun in neuer Form weiterleben.

Mit Vine kann man auf erfrischend einfache Art und Weise witzige Kurzvideos herstellen und bearbeiten.

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Primär in den USA erfolgreich

Vine („Video-Network“) wurde 2012 gegründet und im gleichen Jahr von Twitter gekauft. 2013 kam die App auf den Markt und schon bald entwuchsen der Plattform vor allem in den USA erste Stars, die gutes Geld mit ihren Kurzvideos verdienten. Im deutschsprachigen Europa schaffte Vine den Weg in die Herzen der User und vor allem in das Plattformen-Portfolio der Unternehmen nur zögerlich. Doch auch im deutschsprachigen Raum gibt es erfolgreiche Viner, wie z.B. Franz-Josef Baldus aus Köln. Ihn lernte ich über Vine kennen und wir tüfteln immer wieder gemeinsame Projekte aus.

Grosse Begeisterung

Wer mit Vine in Berührung kam und eine adäquate Einführung erhielt, war fortan begeistert. Dies primär von der einfachen Bedienung und den Funktionen der App und weniger von der praktisch nicht existierenden Möglichkeit, sich dort ein Netzwerk aufzubauen und mit der Community zu arbeiten. Als Vine-Fan erster Stunde habe ich Vine stets als Produktions-Plattform genutzt und die Distribution inkl. Interaktion über andere Kanäle abgewickelt. Meine Begeisterung gilt unter anderem dem perfekten Loop.

Schock für Vine-Fans

Im Oktober 2016 dann der Schock für alle Vine-Fans: Twitter informierte im Rahmen von Sparmassnahmen über die Einstellung der App und somit den Tod von Vine. Die fieberhafte Suche nach guten Alternativen führte zumindest bei mir zu keinem zufriedenstellenden Resultat: Vine ist und bleibt einzigartig.

Vine lebt (weiter)!

Und so war die Erleichterung gross, als im Dezember 2016 verkündet wurde, dass Vine als Produktions-Tool unter dem Namen „Vine Camera“ weiterleben wird. Mit der App können weiterhin 6-Sekunden-Loop-Videos produziert werden. Ich bin gespannt, welche Funktionen erhalten bleiben, wegfallen oder gar neu hinzukommen. Den Vine-Followern soll im Rahmen der Umstellung die Möglichkeit geboten werden, ihren Lieblings-ProduzentInnen auf Twitter zu folgen.  Zudem sollen die Videos auf eine Vine-Website hochgeladen werden können, womit sie gebündelt an einem Ort aufzufinden sind.

vine-download

Vine lebt also weiter und das ist gut so.

Infografik, Beispiele und Artikel zu Vine

Ich habe vor einiger Zeit eine Infografik zu Vine erstellt (Stand Oktober 2015). Und hier gibt es Beispiele meiner Vine-Videos und Informationen zur Aktion Quiz-Vine. In meinem Blog sind diverse Artikel zu Vine zu finden.

vinescreen

 

Ihre Anliegen – meine Angebote

In Kombination mit meinen Snack-Content-Workshops oder auch als Einzelangebot biete ich eine Einführung zu Vine an. Dabei bilde ich nicht nur den operativen Umgang mit Vine ab und erstelle gemeinsam mit den Teilnehmenden erste Kurzvideos, sondern gehe auch auf strategisch-konzeptionelle Punkte ein. Auch eine Kombination mit den beliebten „Snapchat & more“-Workshops ist möglich. Ich freue mich, ein massgeschneidertes Angebot für Sie zu erstellen: bettina.werren at itheca.com

 

4 thoughts

    1. Da Vine nur noch als Produktions-App existieren wird, ist es kein Aufbäumen sondern ein strategisch kluger Move um die guten Eigenschaften zu bewahren und den eh schlechten Teil wegzulassen. Und welche Apps meinst du? Ich wäre interessiert, welche der „zu vielen Apps mit denselben Funktionen“ du meinst – ich persönlich habe keine Alternative auf dem Markt gefunden 😉

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      1. Aber viel mehr als eine Camera App wird das ja nicht werden, gemäss dem, was ich so gelesen habe. Somit finde ich sehr viele Alternativen zum Beispiel FilmicPro. Oder was erwartest du für Funktionen, dies noch nicht gibt?

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      2. Richtig -und das ist ja genau das Gute, wie geschrieben: Vine bleibt als Produktions-Tool erhalten. Der USP war für mich bisher die super einfache StopMotion-Aufnahmemöglichkeit in Kombination mit den Produktions-Hilfen, der direkten Verarbeitungsmöglichkeiten in der App (wie z.B. Snap to Beat) und die Loop-Funktion. Wie im Blogpost erwähnt bin ich gespannt was bei der Vine-Camera an Funktionen bleibt/wegfällt/dazu kommt und ob diese Einzigartigkeit erhalten bleibt. Mich würde aber schon noch interessieren, was du im ersten Kommentar mit „zu viele Apps mit denselben Funktionen“ meinst und welche das sind – ich habe nämlich intensiv gesucht und keine vergleichbare Alternative gefunden. Was per se noch nichts heisst 🙂 Aber FilmicPro ist definitiv nicht mit Vine vergleichbar.

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